Stimme

Die Stimme ist unsere unmittelbarste Visitenkarte. Sie ist untrennbar mit unserer Persönlichkeit verbunden und ist daher einzigartig. Sie klingt für uns immer anders als für andere. Man kann eine Stimme mögen oder nicht, so wie man einen Menschen mögen kann oder nicht. Die Stimme ist und bleibt aber wie sie ist. Auch im Alter.

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Den Klangcharakter seiner Stimme kann man nicht verändern.
Man kann seine Stimme verstellen und dadurch allerlei Spaß und Verwirrung anstellen. Wenn man seine Stimme so lässt wie sie ist, kann man ihren Charakter und ihre Eigenart aber durch Training entwickeln.

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Beim Stimmsport beschäftigt man sich damit, was und wie man etwas mit der Stimme macht.
Ein toller Sänger beeindruckt uns also weniger durch seine Stimme, als durch sein gutes Singen. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Im Idealfall kommt beides zusammen:
Eine schöne Stimme und ein gekonnter Umgang damit.

Die Stimme ist ein Schallereigniss. Schallwellen breiten sich in Räumen aus und erzeugen Klang oder Geräusche. Räume gibt es im Körper oder außerhalb des Körpers. Die ausgepustete Luft wird durch den Einsatz der Stimme verringert.

Wie entsteht Stimme?

Stimmklang entsteht durch das Zusammenspiel von Atmung, Phonation (Tätigkeit der Stimmlippen im Kehlkopf) und Artikulation (Klangformung im Vokaltrakt und in den oberen Atemwegen).
Durch den Atem wird ein bestimmter Luftdruck erzeugt, durch den die Stimmlippen zum Schwingen gebracht werden. Die Stellung der Stimmlippen wird dabei ständig durch eine feine Muskeltätigkeit gesteuert.

Der Atem dient auch dazu einen Klangraum herzustellen in dem sich der Stimmschall ausbreiten kann.
Der Stimmschall wird aber nicht durch den Atemstrom transportiert sondern er breitet sich durch Verdichtung und Verdünnung der Luft aufgrund der schwingenden Luftmoleküle aus.
Durch Artikulation kann man mit der Stimme Sprechen, oder alle möglichen anderen Laute machen. Wie das klingt beruht auf unseren individuellen körperlichen Verhältnissen.